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Herzschlag
eines Kindes
(10. Schw.
woche) |
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Zeitdokumente
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Wenn
sich Väter daran gewöhnen, ihre Kinder einfach gewähren und laufen zu
lassen, wie sie wollen, und sich vor ihren erwachsenen Kindern
geradezu fürchten, ein Wort zu reden; oder wenn Söhne schon sein
wollen wie die Väter, also ihre Eltern weder scheuen, noch sich um
ihre Worte kümmern, sich nichts mehr sagen lassen wollen, um ja recht
erwachsen und selbständig zu erscheinen, dann zerfällt die Demokratie.
Und
auch die Lehrer zittern bei solchen Verhältnissen vor ihren Schülern
und schmeicheln ihnen lieber, statt sie sicher und mit starker Hand
auf einen geraden Weg zu führen, so dass die Schüler sich nichts mehr
aus solchen Lehrern machen.
Sie
werden aufsässig und können es schließlich nicht mehr ertragen, wenn
man nur ein klein wenig Unterordnung von ihnen verlangt.
Am
Ende verachten sie dann die Gesetze auch, weil sie niemand und nichts
als Herr über sich anerkennen wollen.
Und
das ist der schöne, jugendfrohe Anfang der Tyrannei.
Plato
(427-347 v.d.Ztr. / Aus „Der Staat“)
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